Nachdem facebook vor Kurzem die Watch Parties für Gruppen vorgestellt hat, kommt hier ein weiteres Update. Und wieder bezieht es sich auf Gruppen. Was hat sich facebook wieder einfallen lassen?

Erst zahlen bitte…

facebooks Gruppen scheinen sehr begehrt zu sein. Eine Milliarde facebook-Nutzer sind in mindestens einer Gruppe, laut facebook. Und jetzt testet die Social-Media-Plattform, ob kostenpflichtige Gruppen realisierbar sind. User zahlen also erst bevor sie Mitglied werden können.

Auszug aus dem facebook-Statement zu Subscription Groups.

facebook schätzt seine Gruppen und will sie optimieren.

Die ersten Test zu den Subscription Groups.

Für die ersten Tests nutzt facebook nur eine kleine Auswahl von Gruppen, die in den USA sesshaft sind. Bis jetzt zahlen Mitglieder eine monatliche Gebühr an den Gruppenadministratoren. Das sind zur Zeit zwischen 5 und 30 US-$. Mitglieder können ihr Abo monatlich kündigen.

Änderung auf Nachfrage.

Laut facebook sind die Tests die Reaktion auf etliche Optimierungsnachfragen von Admins.* Admins brauchen Unterstützung für die Zeit, das Geld und die Arbeit, die in die Erstellung und Koordinierung der Gruppen investiert wurden. Die Arbeit der Administratoren wird dadurch honoriert. Und facebook hofft gleichzeitig auf die Entstehung von exklusiven Angeboten, die es nur in diesen Gruppen gibt.

Auszug aus dem facebook-Statement zu Subscription Groups.

Exklusive Angebote für die Mitglieder solcher Gruppen.

Eine ganz spezielle Gruppe macht es schon vor.

‘Organize My Home’ ist das kostenpflichtige Gegenstück zu ‘Declutter My Home’. In beiden US-amerikanischen Gruppen geht es um die Ordnung im Eigenheim. Die Administratorin Sarah Mueller gibt Aufräumtipps. Die kostenfreie Gruppe hat über 42.000 Mitglieder.

Um Mitglied von ‘Organize My Home’ zu werden, müssen Interessenten monatlich 15 US-$ zahlen. Dafür bekommen sie als Gegenleistung allgemeine Aufräumtipps, Videos, Anleitungen, Checklisten, Live-Fragerunden und Aufgaben, die die Mitglieder lösen müssen.

Dabei kassiert facebook (noch) kein Geld.

Die monatlichen Gebühren gehen direkt an die Admins. So können sie ihre Arbeit bzw. Materialien für die Gruppen weiter ausbauen. facebook bekommt von den Mitgliedschaftsbeiträgen keinen Anteil. Vorerst nicht. facebook will erst das Feedback der Admins und Mitglieder abwarten, um dann eventuelle Anpassungen vorzunehmen.

facebook will vorbeugen.

Dieser Schritt dient sicherlich auch dazu, Konkurrenten die Möglichkeiten zu nehmen, solch eine Plattform zu entwickeln und damit hinter dem Rücken des blauen Riesen Geld zu verdienen. Indem facebook die Subscription Groups vorstellt, müssen die Administratoren keine Drittanbieter suchen, um sich für ihre Arbeit in den Gruppen bezahlen zu lassen.

Gleiche Regeln für alle.

Ein Erfolg der Tests bedeutet aber nicht, dass jedes Mitglied einer Gruppe Beiträge zahlen muss. Der Admin entscheidet, ob er oder sie für die Zeit und Arbeit, die in die Gruppen gesteckt wurden, vergütet werden will. Dann gibt es die Möglichkeit neben der kostenfreien Gruppe eine kostenpflichtige Alternative anzubieten. Für jede kostenpflichtige Gruppe gelten dann die gleichen Richtlinien.

Bleibt die reaktion abzuwarten.

Sicherlich kann man jetzt schon deuten, dass es für Admins ein wahrer Gewinn ist. Aber das sieht dann bei Gruppenmitgliedern schon anders aus. Wer ist schon bereit für etwas zu bezahlen, wenn es kostenfreie Alternativen gibt? Die Angebote, die ein Mitglied einer Subscription Group erhält, müssen also exklusiv und einzigartig sein, sodass es unwiderstehlich erscheint Monatsbeiträge zu zahlen.

 

*Hier könnt Ihr facebooks Statement durchlesen.