Der Name kommt Euch bekannt vor? Kai Diekmann ist der ehemalige Bild-Chef und mittlerweile ein Startup-Gründer. Im OMR-Podcast* erzählte er über die digitalen Medien, facebook als Tool für Unternehmen und sein neues Projekt. Wir liefern Euch, aus der Perspektive einer Marketing Agentur aus Leipzig, in diesem Artikel eine Zusammenfassung zu seinem neuen Vorhaben und seiner Sichtweise auf Social Media.

Zeitung, Tablet, Laptop, Unterlagen, Kaffee auf Arbeitsplatz

Digitale vs. Analoge Medien

Die Verdrängung der analogen Medien durch Online-Medien.

Als Journalist arbeitete Diekmann viele Jahre als Chefredakteur bei Welt am Sonntag und Bild. Durch seine Arbeit verfolgte er die Veränderungen im Pressewesen und den Aufschwung der digitalen Medien aus der ersten Reihe. Er vergleicht Tageszeitungen und facebook und zieht dabei folgendes Fazit: facebook muss richtig genutzt werden. Denn mit 31 Millionen Nutzern allein in Deutschland, ist facebook sehr wichtig für private User, aber auch für Unternehmen und Unternehmer. 21 Millionen User nutzen facebook täglich. Im Gegensatz dazu, liegt die Gesamtauflage einer deutschen Tageszeitung bei 15 Millionen, so Diekmann.

Vom Chefredakteur einer großen Tageszeitung zum Gründer eines Startups.

Nach seiner Zeit bei der Bild, will Diekmann jetzt mit seinem Startup ‘Storymachine’ durchstarten. Das Unternehmen gründete er zusammen mit Philip Jessen und Michael Mronz. Im Startup spielt facebook eine sehr wichtige Rolle, denn Fernsehen und Druckerei werden durch digitale Medien abgelöst, so Diekmann. Um das zu verdeutlichen, nennt er Taylor Swift als Beispiel: Die US-amerikanische Sängerin erreicht über die sozialen Medien 300 Millionen User. Um diese Masse an Fans entsprechend zu unterhalten, hat sie ein Redaktionsteam von 30 Personen.

Smartphone-Bildschirm mit verschiedenen Apps

Soziale Medien bieten zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen.

Der Schlüssel für die effiziente Nutzung von facebook und Co. ist das Erzählen von Geschichten.

Im Podcast wird verdeutlicht, dass es im Social-Media-Bereich nicht nur um die Anzahl der Beiträge geht, sondern um Kommunikation, Interaktion und Storytelling. Und dieser letzte Punkt soll der Mittelpunkt seines neuen Startups sein. Er betont, dass Werbung, die als solches erkennbar ist, vor allem bei Millenials nicht gut ankommt. Die Werbung muss richtig verpackt werden. Sein Startup setzt sich das zum Ziel: Storymachine soll keine Beratung, Kampagne oder Gestaltung im Social-Media-Bereich bieten, sondern allein das Storytelling. Aus diesem Grund gibt es auch keine Website zu Storymachine. Das Startup soll unsichtbar agieren.

 

Die Online-Medien bieten Vorteile und Nachteile.

Diekmann erklärt, dass Online-Medien kundenorientierter sind als ihre analogen Konkurrenten. Für den privaten User ist es also somit vorteilhaft. Allerdings muss auch einberechnet werden, dass dadurch entschieden wird was gesehen, gehört, gelesen, gekauft wird, alles in allem wie unsere Zeit verbracht werden soll. Es darf nicht nur um den Kauf und Verkauf von Reichweite gehen. Zum Ende verweist Diekmann darauf, dass die Digitalisierung den Journalismus verbessert hat, wodurch sich neue Möglichkeit bieten. Und diese Möglichkeiten, sollen Unternehmer für sich nutzen.

*Den Podcast könnt Ihr hier hören.