“Wenn ich auf WhatsApp auch noch Werbung angezeigt bekomme, dann gehe ich!” Das scheint wohl die normale und allgegenwärtige Reaktion auf die neuesten Gerüchte zu sein. Aber steht es denn schon fest, dass WhatsApp Werbebanner über jeden Chat verhängt? Wir möchten Licht in’s Messenger-Dunkel bringen.

Alte Plakate mit Grafiti beschmiert.

Gleicht der Chatverlauf dann einem U-Bahn-Durchgang, der mit alten Werbeplakaten zugemüllt ist?

Wechselt WhatsApp zur dunklen Seite der Macht?

Zugegeben, die dunkle Seite der Macht ist etwas drastisch ausgedrückt. Aber wenn wir es aus reiner Konsumenten- bzw. User-Sicht anschauen, ist es tatsächlich wie der Bau der Todessterns. User kennen fast ausschließlich nur die herkömmlichen Werbeanzeigen auf Internetseiten. Hässliche und große Werbebanner erschweren das “freie” Surfen. Allerdings hat doch niemand erwähnt, dass Werbung bei WhatsApp genauso aussehen muss. Oder doch?

Die Bekanntgabe bringt Außenstehende zum Grübeln.

Eigentlich war es bekannt, dass das aufgekaufte WhatsApp dem Marktführer facebook nicht folgen möchte – wenn man sich nur die Werbeoptionen ansieht. Auf der F8 gab facebook allerdings bekannt, dass WhatsApp der Werbung gegenüber offener werden wird. Da scheint es nur verständlich, dass Ungereimtheiten und Probleme auftauchen. Denn facebook und WhatsApp haben unterschiedliche Ansichten zum Thema Privatsphäre. Das erschwert auch das damit verknüpfte Thema ‘Werbung bei WhatsApp’.

Werbung böse!

Während die eine Plattform Schlagzeilen mit Datenmissbrauch macht, hält die andere an der End-to-End-Verschlüsselung fest. facebook aber möchte die Daten der unzähligen WhatsApp-User analysieren. Was nicht überraschend kommt, wenn man bedenkt, dass WhatsApp alleine in Deutschland 50 Millionen User zählt.* WhatsApp wollte bislang keine Werbung schalten, was so auch in dem Vertrag verankert sein soll. Es scheint also nicht so, als wäre alles geklärt.

Alte Straßenschilder.

Wird WhatsApp mit Werbung geflutet?

Also doch kein WhatsApp-Marketing?

Die wütenden Konsumentenstimmen müssen Euch nicht beunruhigen und zum Verzweifeln bringen. Alles in allem braucht man wohl keine großen Verluste zu erwarten. Auf eine Massenabwanderung braucht sich WhatsApp nicht einzustellen. Denn der Messenger-Dienst ist zu sehr in den Alltag der User eingebunden, als dass er von heute auf morgen nicht mehr genutzt wird.

Aber nicht für alle ist Werbung ein Grund zum Deinstallieren.

Für Unternehmer ist die Werbung der (fast) letzte Schritt, um das Messenger-Marketing – hier vor allem WhatsApp – zu perfektionieren. Konsumenten müssen sich mit Mühe mit der womöglich bald realisierten WhatsApp-Werbung abfinden. Unternehmer allerdings machen Luftsprünge. Denn nach WhatsApp Business bieten sich weitere Möglichkeiten, um die Produkte an die WhatsApper zu bringen.

Wie kann also Werbung bei WhatsApp aussehen?

Die Werbung bei WhatsApp kommt mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit als Werbebanner, so wie auf Websites. WhatsApp-User können also aufatmen. Man stellt sich eher Werbung in Form von Statusupdates vor. Allerdings müsste WhatsApp hier auf die End-to-End-Verschlüsselung verzichten. Eine andere Möglichkeit, die das nicht mit sich bringt, wäre eine Art E-Mail-Marketing. Für beide Parteien – User und Unternehmer – sollte die Werbung auf WhatsApp keine Nachteile bringen.

 

*WhatsApp-Nutzerzahlen findet Ihr hier.